Ökonomenranking

Damit neben der Forschungstätigkeit von Ökonomen auch die Aufklärung der Öffentlichkeit und ihre Politikberatungstätigkeit gewürdigt werden, hat ECONWATCH gemeinsam mit Partnern ein Ranking entwickelt, das auf die Wirkung von Ökonomen in Wissenschaft, Politik und Medien zielt. Das Ranking wird seit 2013 jährlich in der FAZ für Deutschland veröffentlicht, sowie seit 2014 in der Presse für Österreich und der NZZ für die Schweiz. Die Rangliste der einflussreichsten Ökonomen basiert auf drei Teil-Rankings: Wissenschaft, Politik und Medien.

Wissenschaft

Für das Teilranking Wissenschaft wird auf die Zahl der Zitate in wissenschaftlichen Journals zurückgegriffen. Grundlage dafür bildet die Datenbank Scopus des Fachverlags Elsevier, die über 21.000 Zeitschriften umfasst. Um den aktuellen Einfluss der wissenschaftlichen Leistung zu messen, werden für das Ranking nur Zitate der letzten fünf Jahre berücksichtigt. Wann die zitierte Publikation veröffentlicht wurde, ist hingegen nicht relevant; solange die Forschungsresultate zitiert werden, sind sie auch gegenwärtig noch von Belang. Einschränkend muss festgehalten werden, dass Scopus noch Lücken aufweist, wenn die zitierten Artikel älter als 20 Jahre alt sind. Allerdings werden Publikationen am weitaus häufigsten innerhalb von 10 Jahren nach der Veröffentlichung zitiert.

Politik

Für das Teilranking Politik werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz Parlamentarier und Führungskräfte von Exekutiven sowohl auf Bundes- als auch auf Landes- bzw. Kantonsebene befragt. Dabei wird erhoben, welche fünf Ökonomen für die tägliche Arbeit am meisten geschätzt werden; der Erstgenannte erhält fünf Punkte, der Letztgenannte einen Punkt. Die Umfrage wird von ECONWATCH und dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) wissenschaftlich begleitet und von der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften durchgeführt.

Medien

Für das Teilranking Medien wertet Media Tenor International aus, wie häufig welche Experten als Ökonomen zwischen August und Juli des Folgejahres in den Medien mit fachlichen Einschätzungen genannt werden. Eine Nennung wird nur gezählt, wenn sie im Kontext mindestens fünf Zeilen lang ist beziehungsweise fünf Sekunden dauert. Ausgewertet werden folgende Medien, die als Meinungsführermedien besonders oft von anderen Medien zitiert werden: Deutschland: Bild-Zeitung, Die Welt, F.A.Z., Frankfurter Rundschau, Süddeutsche, taz, Die Zeit, Focus, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Spiegel, Welt am Sonntag, Capital, Handelsblatt, Manager Magazin, Wirtschaftswoche, ARD Tagesschau und Tagesthemen, ZDF Heute und Heute Journal, Bericht aus Berlin, Berlin direkt, Fakt, Frontal 21, Kontraste, Monitor, Panorama, Plusminus, Report (BR), Report (SWR), WISO sowie die 7-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunks. Österreich: Die Presse, Der Standard, Kurier, Kronen-Zeitung, News, Presse am Sonntag, Profil, Gewinn, Trend sowie ORF-ZIB 1. Schweiz: Blick, NZZ, Tages-Anzeiger, Die Weltwoche, NZZ am Sonntag, Sonntags-Zeitung, Bilanz, Finanz und Wirtschaft, Handelszeitung sowie SRF-Tagesschau.

Die Gesamtwertung

In das Gesamtranking werden nur die Wissenschaftler aufgenommen, die sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch außerhalb der Wissenschaft Wirkung entfalten. Mindestens müssen fünf Zitate in wissenschaftlichen Journals innerhalb der letzten fünf Jahre und mindestens fünf Medienzitate oder mindestens fünf Punkte in der Politik-Umfrage nachgewiesen werden. Das Ranking fokussiert dabei auf Ökonomen, die an Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten. Für die Berechnung des Gesamtrankings erhält in jeder Säule der stärkste Ökonom 250 Punkte. Damit die Wirkung innerhalb und außerhalb der Wissenschaft gleich gewichtet wird, zählen in der Zusammenrechnung Medien und Politik einfach und die Wissenschaft doppelt. Das bedeutet: Ein Ökonom kann im Gesamtranking maximal 1000 Punkte erreichen, wenn er der einflussreichste Ökonom in allen drei Säulen ist.

Verhaltensökonom Ernst Fehr vorne

(01.09.2018) Ernst Fehr ist wieder der einflussreichste Ökonom Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Das zeigen die heute veröffentlichten Ökonomen-Rankings von FAZ, Die Presse und NZZ. Fehr profitiert wie bereits im Jahr 2016 von der unglaublichen Verbreitung seiner Forschungsergebnisse in der Wissenschaft. Mit rund 14.600 Zitaten wurde der Verhaltensökonom der Universität Zürich in den letzten fünf Jahren weitaus mehr in Fachzeitschriften zitiert, als seine Forscherkollegen. Dieser Ruhm beschert ihm auch Einiges an Medienpräsenz. Bei Fragen der aktuellen Wirtschaftspolitik vertrauen Politik und Ministerien in Deutschland auf den Rat von Clemens Fuest. Der Präsident des Münchner ifo Instituts ist auch in den Medien überaus präsent. Gleiches gilt in der Schweiz für Reiner Eichenberger von der Université de Fribourg. In Österreich liegt in Medien und Politik das WIFO vorne. Während WIFO-Chef Christoph Badelt die höchste Medienpräsenz erreicht, wird WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller in der Politikumfrage am häufigsten genannt. „Ökonomen sollten die Ergebnisse ihrer Forschung auch in der Öffentlichkeit vertreten und so neben Politik und Partikularinteressen den öffentlichen Diskurs als wissenschaftlich fundierte Stimme bereichern“, sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH.

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Deutschland:

FAZ-Ökonomenranking 2018

Schweiz:

NZZ-Ökonomenranking 2018


Clemens Fuest an der Spitze der Ökonomen

Fuest

(02.09.2017) Clemens Fuest ist erstmals der einflussreichste Ökonom Deutschlands. In Österreich und der Schweiz liegt wie im Vorjahr der Zürcher Verhaltensökonom Ernst Fehr an der Spitze. Das zeigen die heute veröffentlichten Ökonomen-Rankings von FAZ, Die Presse und NZZ. Als Präsident des ifo Instituts gelingt Clemens Fuest der Sprung an die Spitze, da er sowohl in den vergangenen zwölf Monaten am meisten in den deutschen Medien präsent war, als auch sein Rat in Politik und Ministerien überaus geschätzt ist. Darüber hinaus verfügt Fuest auch über Einfluss in der Wissenschaft. In Österreich ist WIFO-Chef Christoph Badelt am häufigsten in den Medien präsent, in der Politik wird der Chef des Fiskalrats Bernhard Felderer am meisten geschätzt. In Schweizer Medien sorgt Reiner Eichenberger von der Université de Fribourg am intensivsten in der Öffentlichkeit für die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und von der Schweizer Politik wird Mathias Binswanger von der FH Nordwestschweiz am meisten geschätzt.„Ökonomen sind in einer Bringschuld, die Ergebnisse ihrer Forschung auch in Politik und der Öffentlichkeit zu verbreiten. Denn nur so können sie gesellschaftlich Nutzen entfalten“, sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH.

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Deutschland:

FAZ-Ökonomenranking 2018

Schweiz:

NZZ-Ökonomenranking 2018


Ernst Fehr ist der einflussreichste Ökonom der DACH-Region

(03.09.2016) Ernst Fehr ist erstmals der einflussreichste Ökonom Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Das zeigen die heute veröffentlichten Ökonomen-Rankings von FAZ, Die Presse und NZZ. Der Zürcher Verhaltensökonom gewinnt in erster Linie durch seinen herausragenden Einfluss in der Wissenschaft. Bei der Beratung der Politik und Aufklärung der Öffentlichkeit punkten hingegen andere: In den deutschen Medien hat Marcel Fratzscher den ehemaligen Präsidenten des ifo Instituts Hans-Werner Sinn von Rang 1 verdrängt, Politik und Ministerien vertrauen hingegen dem Rat des neuen ifo-Chefs Clemens Fuest am meisten. In Österreich ist WIFO-Chef Karl Aiginger am häufigsten in den Medien präsent, in der Politik wird der Chef des Fiskalrats Bernhard Felderer am meisten geschätzt. In Schweizer Medien und Politik hat der Freiburger Ökonom Reiner Eichenberger derzeit den größten Einfluss. „Wenn Wissenschaftler den Elfenbeinturm verlassen und ihre Expertise in die wirtschaftpolitische Debatte einbringen, können Forschungsergebnisse gesellschaftlichen Nutzen entfalten“, sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH. Und das gelingt immer besser: „Seit Einführung des Rankings in Deutschland hat sich die Präsenz von Ökonomen im öffentlichen Diskurs weit mehr als verdoppelt. Mittlerweile werden in fast 5 Prozent aller Berichte zu ökonomischen Themen Wirtschaftswissenschaftler zitiert“, erklärt Thomas.

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Die Top15-Ökonomen 2016 in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Überblick


Deutschland:

FAZ-Ökonomenranking 2016

Österreich:

Die Presse-Ökonomenranking 2016

Schweiz:

NZZ-Ökonomenranking 2016


Fehr, Schneider und Sinn weiterhin einflussreichste Ökonomen

(05.09.2015) Hans-Werner Sinn (ifo-Institut München), Friedrich Schneider (Universität Linz) und Ernst Fehr (Universität Zürich) sind abermals die einflussreichsten Ökonomen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Das zeigen die heute veröffentlichten Ökonomen-Rankings von FAZ, Die Presse und NZZ. Zudem gibt es Einiges an Bewegung: So erreicht Ernst Fehr aufgrund seiner Forschungsleitung in diesem Jahr auch in Deutschland mit Rang 2 einen Spitzenplatz, Hans-Werner Sinn kommt in Österreich mit seiner Expertise zu Konjunktur und Euro-Krise auf Rang 2 und in der Schweiz macht Jan-Egbert Sturm, Chef der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, einen gehörigen Satz nach vorn. „Das Ranking nimmt neben der Forschung weitere wichtige Tätigkeiten von Ökonomen in den Blick: die Beratung der Politik und die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Medien“, sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH. „Das ist wichtig, denn damit Forschungsergebnisse gesellschaftlich Nutzen entfalten können, müssen sie auch bekannt sein. Das gelingt langsam besser: So stieg zum Beispiel in Deutschland und Österreich die Zahl der Ökonomen-Aussagen in den Medien im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent – allerdings von einem recht niedrigem Niveau aus“, erklärt Thomas. Das von ECONWATCH mitentwickelte Ökonomenranking wurde 2013 zum ersten Mal für Deutschland veröffentlicht. Seit 2014 gibt es entsprechende Rankings in Die Presse für Österreich und in der NZZ für die Schweiz. Neben ECONWATCH und den genannten Medienpartnern sind das Düsseldorf Institute for Competition Economics, der Fachverlag Elsevier, das Medienanalyseinstitut Media Tenor International und die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften an Konzeption und Durchführung des Ökonomenrankings beteiligt.

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Die Top15-Ökonomen 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Überblick


Deutschland:

FAZ-Ökonomenranking 2015

Österreich:

Die Presse-Ökonomenranking 2015

Schweiz:

NZZ-Ökonomenranking 2015


Fehr, Schneider und Sinn sind die wichtigsten Ökonomen 2014

(06.09.2014) Hans-Werner Sinn (ifo-Institut München), Friedrich Schneider (Universität Linz) und Ernst Fehr (Universität Zürich) sind die einflussreichsten Ökonomen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Das zeigen drei heute veröffentlichte Rankings, die neben der Forschungsleistung auch die Medienpräsenz und den Einfluss in der Politik berücksichtigen. Nachdem das von ECONWATCH mitentwickelte Ökonomenranking 2013 zum ersten Mal für Deutschland in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde, konnte in diesem Jahr die Untersuchung in Zusammenarbeit mit Die Presse und der Neuen Zürcher Zeitung auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet werden. „Das Ranking zeigt, welche Ökonomen nicht nur im Elfenbeinturm forschen, sondern die Ergebnisse auch der Politik und Öffentlichkeit vermitteln“, sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH. „Das ist wichtig, denn nur so können Forschungsergebnisse gesellschaftlich Nutzen entfalten“, so Thomas. Neben ECONWATCH und den genannten Medienpartnern waren das Düsseldorf Institute for Competition Economics, der Fachverlag Elsevier, das Medienanalyseinstitut Media Tenor International und die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften an Konzeption und Durchführung des Ökonomenrankings beteiligt.

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Deutschland:

FAZ-Ökonomenranking 2014 (gesamt)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (Medien)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (Politik)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (Forschung)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (ausländische Ökonomen)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (Universitäten und Institute)
FAZ-Ökonomenranking 2014 (Methode)

Österreich:

Die Presse-Ökonomenranking 2014

Schweiz:

NZZ-Ökonomenranking 2014


Lars Feld ist Deutschlands einflussreichster Ökonom

Feld

(05.09.2013) Lars Feld (Walter Eucken Institut) ist der einflussreichste Ökonom Deutschlands. Das zeigt ein heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichtes Ökonomenranking, das neben der Forschungsleistung auch die Medienpräsenz und den Einfluss in der Politik berücksichtigt. Hinter Feld folgen Christoph Schmidt (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), Marcel Fratzscher (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Kai Konrad (Max-Planck-Institut für Steuerrecht und öffentliche Finanzen) und Hans-Werner Sinn (Ifo-Institut)."Das Ranking zeigt eindrucksvoll, dass Spitzenforschung und wissenschaftliche Politikberatung sehr wohl vereinbar sind", sagt Tobias Thomas, Vorsitzender von ECONWATCH. Dennoch wird die Stimme der Wissenschaft in der Öffentlichkeit nach wie vor zu wenig gehört. Zu vielen Themen wie Arbeitsmarkt, öffentliche Finanzen oder Steuern machen ihre Aussagen in den Medien nur etwa zwei Prozent der Statements aus. "Eine wirksame Aufklärung der Öffentlichkeit zu wirtschaftspolitischen Zusammenhängen findet so derzeit kaum statt", so Thomas. Das Ökonomenranking entstand in Zusammenarbeit von Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Forschungsdatenbank Scopus des Fachverlags Elsevier, dem Medienanalyseinstitut Media Tenor, der Universität Düsseldorf, der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften und ECONWATCH.

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FAZ-Ökonomenranking